Unser neues Programm ist online!

Programmheft 2020/21

Das Programm der Weimarer Mal- und Zeichenschule für das kommende Malschuljahr steht fest und ist auf unserer Homepage unter »Anbebote« zu finden.

Einige junge Künstler und Künstlerinnen stoßen ab dem Herbst 2020 zum Dozententeam der Malschule hinzu und neben Altbewährtem gibt es auch viele neue, spannende Kurse und Workshops.

Stöbern Sie in unserem neuen Programm und lassen Sie sich von der Vielfalt der Angebote inspirieren.
Gern können Sie sich schon jetzt für alle Kurse und Workshops online oder bei uns im Büro der Malschule anmelden.
Das neue Programmheft geht bald in Druck und wird spätestens ab Mitte Juli in der Malschule und an vielen Orten in Weimar ausliegen.

Für drei unserer Ferienworkshops im Juli gibt es noch freie Plätze: »Comic zeichnen« mit Julia Kneise, »Graffiti und Streetart« mit Oscar Metzger und »Weißt Du, wie der Sommer riecht?« mit Theresa Berger.

Sie finden alle Informationen und die Onlineanmeldung dazu auf unserer Homepage. Bei Fragen erreichen Sie uns unter Tel. 03643-50 55 24.

Wir freuen uns auf Sie in der Malschule!

Hygienerichtlinien in den Jugendkunstschulen

Die durch das Corona-Virus ausgelöste Pandemie macht es notwendig, dass wir gemeinsam intensiver unsere Hygienemaßnahmen in den Einrichtungen der Mitglieder der LAG Jugendkunstschulen Thüringen e.V. betrachten und in Vorbereitung auf eine schrittweise Öffnung der Schulen ergänzen.

Die hier aufgeführten Maßnahmen sind vom Vorstand erarbeitet und gelten bis auf weiteres in allen Mitglieds-Einrichtungen im Rahmen des Kursbetriebes. Als Grundlage dieser Hygiene-Richtlinien gelten die Regelungen laut Infektionsschutzgesetz (IfSG) ebenso wie die Anordnungen der Thüringer Ministerien. Diese Richtlinie ist lediglich als Ergänzung zu den Vorschriften der jeweils zuständigen Gesundheitsämter zu verstehen und setzt diese nicht außer Kraft.

Die gesamte Richtlinie finden Sie hier zum Download.

Downloads

8. Donnerstagsmail

Malerarbeiten in der Malschule

Es gibt eine freudige Nachricht: endlich ist es soweit! Die Corona-Beschränkungen werden gelockert und wir freuen uns, dass wir ab dem kommenden Montag unsere Ateliers wieder öffnen können.

Wir arbeiten mit Hochdruck daran, die notwendigen, vorgeschriebenen Hygiene-, Abstands- und Vorsichtsmaßnahmen, die der Freistaat Thüringen und die Stadt Weimar verfügt haben, mit dem beginnenden Kursbetrieb vollständig und gewissenhaft umzusetzen. Über die genauen Maßnahmen werden Sie vor Ort und auch auf unserer Website informiert. Sie werden sich auf diverse Änderungen und neue Regeln in unserem Hauses einlassen müssen. Bitte unterstützen Sie uns bei der Einhaltung der Vorschriften und haben Sie Verständnis dafür.

Unser oberstes Ziel ist es, für die Sicherheit aller Personen zu sorgen und die von Ihnen und Ihren Kindern gebuchten Kurse wieder anzubieten. Dies wird anfänglich in Kleinstgruppen bis maximal fünf Personen und dadurch zu versetzten Kurszeiten geschehen. Über die Änderungen der Kurspläne werden alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer persönlich von unseren Mitarbeiterinnen Anne Stechert, Jutta Matthäs und Sabine Rejzek informiert.

Unser Bild der Woche der vorerst letzen Donnerstagsmail nimmt den freudigen Anlass auf: es zeigt diesmal kein in den Kursen entstandenes Bildmotiv, sondern unseren lieben Hausmeister Uwe Dinger, der gerade noch damit beschäftigt ist, unseren Zeichenraum in einem neuen Farbkleid erstrahlen zu lassen. Uwe hat die letzten Wochen damit verbracht, die Ateliers zu sanieren.

Wir alle freuen uns sehr, wenn es ab Montag wieder heißen kann: Herzlich willkommen in der Seifengasse!

Ihre Dana Fürnberg und das Team der
Weimarer Mal- und Zeichenschule

7. Donnerstagsmail

Um an die Quelle ... Carmen Seidel Die Kunst des schönen Schreibens bei Nadine Wehrli

Schon wieder ist eine Woche vergangen, und Sie erwarten mit Recht ein neues Donnerstagsbild von uns.

Heute wagen wir einen Brückenschlag zwischen Malerei und Sprache, Schrift und bildlichem Ausdruck.
Kalligraphie ist die Kunst, Texte visuell zu gestalten und ihnen damit eine weitere Sinnebene einzuhauchen.

Carmen Seidel hat einen Aphorismus von Stanislaw Jerzy Lec gestaltet, der ihr sehr am Herzen liegt. Mit Hilfe der Gouache-Technik wurde zunächst der Malgrund durch das Motiv des fließenden Wassers bereitet, ehe der Text in zwei Wellenformen darüber gelegt wurde. Die künstlerisch gestalteten, mit Feder und Tinte gezeichneten Buchstaben in Frakturschrift ergänzen den Eindruck des Bildes um eine weitere Sinnebene. So entsteht ein größeres Ganzes, ein Wort-Bild, das unsere Gedanken zu neuen Ufern aufbrechen lässt, ein Fließtext im wahren Wortsinn.

Das Motiv entstand kurz vor Schließung unserer Schule im Kurs »Kunst des schönen Schreibens« bei Nadine Wehrli.

Wir wünschen Ihnen ein wunderbares, langes Wochenende und melden uns im Wonnemonat Mai wieder.

Ihre Dr. Dana Fürnberg
mit dem ganzen Team der Weimarer Mal- und Zeichenschule

6. Donnerstagsmail

Ida Zabiensky Eigenes Zimmer Mappenkurs bei Prof. Nerlich

In den letzten Wochen wurden wir einige Male angesprochen, ob unsere Dozenten nicht über Online-Unterricht mit ihren Kursteilnehmerinnen und -teilnehmern in den Austausch treten könnten.

Wir haben uns gemeinsam bewusst dagegen entschieden, weil wir meinen, dass der wertvolle persönliche Kontakt und Dialog zwischen Künstler_innen und Kursteilnehmer_innen im Atelier nicht durch eine Online-Beschulung ersetzt werden kann. Aktuell erfahren wir auch, mit wie vielen Schwierigkeiten Kinder und Jugendliche im sogenannten »Homeschooling« zu kämpfen haben. Fachleute wie Professor Nils Berkemeyer von der Friedrich-Schiller-Universität Jena schätzen es sogar als hochgradig konfliktbeladen, vielfach unorganisiert, sozial selektiv und kontaktarm ein. Dieser Auffassung schließen wir uns an.

Allerdings gibt es bei uns in der Mal- und Zeichenschule auch Ausnahmen, die sich aufgrund vorhandener Notwendigkeiten ergeben. Dies betrifft aktuell den Studienvorbereitungskurs, in dem die jugendlichen Teilnehmerinnen und Teilnehmer ihre Bewerbungsmappe erstellen, mit der sie sich im Frühsommer an einer Kunsthochschule bewerben möchten. Derzeit werden sie von Professor Klaus Nerlich mit Hilfe der modernen Kommunikationstechniken betreut. Die Schülerinnen und Schüler erhalten u.a. von Professor Nerlich Aufgaben, welche das Beobachten und kreative Entwickeln herausfordern und dann das Erarbeitete durch Grundlagenerläuterungen und Selbstreflexion festigen.

Darum möchten wir Ihnen in unserem Bildergruß dieser Woche das Motiv »Das eigene Zimmer« von Ida Zabiensky vorstellen. Es gewährt einen Blick in den persönlichen Wohnraum des Mädchens und dort auf das Piano, das Ida im Moment ein wichtiger Begleiter ist. Die Komposition der Zeichnung wirkt sehr ausgewogen und locker aufs Papier gebracht. Das Klavier ist in einer Zimmerecke zwischen zwei Türen platziert. Gekonnt hat die Zeichnerin die Spiegelung der linken Balkontür auf der Oberfläche des Instrumentes eingefangen und genauso geschickt die um das Instrument arrangierten Gegenstände wiedergegeben.

Ida Zabiensky möchte Kunst studieren: welch› großartiges Ziel gerade in diesen Zeiten. Wir empfinden dies als Ansporn für uns, auch und gerade trotz der aktuell schwierigen Situation unserem Bildungsauftrag auf die bestmögliche Weise gerecht zu werden. Sobald es irgend möglich ist, wollen wir auch wieder persönlich für Sie alle da sein!

Wir drücken Ida und den anderen Teilnehmer_innen des Mappenkurses alle zusammen ganz fest die Daumen!

Herzlichst
Ihre Dana Fürnberg und das Team der Weimarer Mal- und Zeichenschule

Aktuelle Informationen zum Kursbetrieb

Blick in die Seifengasse

Thüringer Verordnung zur Verlängerung und Änderung der erforderlichen Maßnahmen zur Eindämmung der Ausbreitung des Coronavirus

Liebe Kursteilnehmerinnen,
liebe Kursteilnehmer,
liebe Eltern und liebe Kinder,

vor gut vier Wochen informierten wir Sie darüber, dass die Weimarer Mal- und Zeichenschule ab dem 16. März den Kursbetrieb entsprechend der Städtischen Verfügung vorerst einstellen wird.

Am vergangenen Samstag wurde die Thüringer Verordnung zur Verlängerung und Änderung der erforderlichen Maßnahmen zur Eindämmung der Ausbreitung des Coronavirus erlassen. (Artikel 1 § 5 Abs. 1 Ziffer 3, »Angebote von Volkshochschulen, Musikschulen und sonstigen Bildungseinrichtungen«)
Damit ist auch klargestellt, dass Bildungseinrichtungen in Thüringen vorerst geschlossen bleiben. Unser Kursbetrieb – sowohl die Wochenkurse als auch die Workshops – wird also leider weiterhin nicht stattfinden können.

Ihr Rechtsanspruch auf Rückerstattung der Kursgebühren gilt natürlich weiterhin. Wir bitten Sie herzlich, uns zu gestatten, die Rückzahlungen solange auszusetzen, bis die konkrete Anzahl der ausgefallenen Stunden feststeht. Wir werden uns nach Kräften bemühen, die ausgefallenen Wochenendworkshops nachzuholen. Über die Termine werden wir Sie bzw. Ihre Kinder rechtzeitig informieren.

Wir danken Ihnen sehr herzlich für Ihr Verständnis! Wir halten Sie weiterhin auf dem Laufenden.
Bitte bleiben Sie gesund. Wir freuen uns auf ein baldiges Wiedersehen in der Weimarer Mal- und Zeichenschule.
Ihr Malschulteam

5. Donnerstagsmail der Malschule

Friedrich Reichmann Atelier am Mittwochmorgen bei Peter Vent

Das Bild, mit dem wir Sie heute erfreuen möchten, stammt von dem Malschüler Friedrich Reichmann aus dem »Atelier am Mittwochmorgen« bei Peter Vent.

Wir sehen eine bunte Landschaft, die von einem hohen, blau-weiß gestreiften Himmel überwölbt wird. Ein hoher Berg ragt in den Himmel hinauf, im Vordergrund zerfließen unterschiedliche Farbnuancen ineinander. Unwillkürlich assoziieren wir den Süden und seine weite, flirrende, intensive Farbigkeit.

Mich lässt das Bild an Motive von Wassily Kandinsky aus seiner Zeit in Murnau denken, wo er mit seiner Partnerin Gabriele Münter zusammen in den 1910er Jahren lebte und in der bunten Voralpen-Landschaft den Weg zur Abstraktionen fand. Intensität, Farbe, Weite: diese Begriffe fallen mir ein.

Zieht es Sie auch in den Süden, jetzt, wo die Tage länger werden und die Sonne an Kraft gewinnt? Wann werden wir wieder unbeschwert aufbrechen können, um uns Ziele zu suchen, die uns inspirieren und neue Eindrücke schenken? Sicherlich wird das noch eine ganze Weile auf sich warten lassen müssen.

Und dennoch: das Bild mit seiner Farbigkeit lädt uns ein, die inneren Grenzen zu überwinden und den Blick zu weiten: über den Tag und die aktuellen Beschränkungen hinaus, zu neuen Horizonten, über Berge und Täler hinweg, der Sonne entgegen. Kunst kann uns an Orte mitnehmen, die wir noch nie gesehen haben, die wir uns erträumen und nach denen wir uns sehnen. Wir müssen nur die Augen öffnen. Dazu lade ich uns ein, heute, morgen und an jedem neuen Tag.

Es grüßt Sie herzlich wie stets
Ihre
Dr. Dana Fürnberg
und das Team der Weimarer Mal- und Zeichenschule

Gründonnerstagsmail der Malschule

Karoline Röth_Experimente mit Papier und Farbe bei Gabriele Korrek

Es ist Gründonnerstag, die Sonne scheint strahlend und vertreibt hoffentlich die trüben Gedanken, die den einen oder die andere von Ihnen beschleichen, wenn er oder sie an die kommenden Ostertage denkt.

Sie werden sicherlich anders verlaufen als ursprünglich geplant, aber das muss ja nichts Schlechtes sein: Zeit mit der Familie zuhause, im Garten oder auf dem Balkon, mit einem guten Buch oder einem interessanten Film, bei einem Osterspaziergang. Und selbst wenn Sie die eigenen vier Wände nicht verlassen, bringen wir Ihnen heute den Frühling ins Haus.

Wir schicken Ihnen ein wunderbar farbfrohes Blumenstilleben der fünfjährigen Karoline Röth. Sie hat es im Kurs »Experimente mit Papier und Farbe« bei Gabriele Korrek gemalt. Entstanden ist das Bild in einer Stunde, in der sich die Kinder mit den unterschiedlichen Blütenformen und der Farbvielfalt der Frühblüher beschäftigten. Ihre Aufgabe war es, die frischen Blumen zu einer eigenen Komposition zusammenzufügen. Ihnen standen dabei die Grundfarben Rot, Blau, Gelb zur Verfügung, die sie miteinander mischen konnten, um weitere Farbnuancen zu erhalten.

Und tatsächlich umgibt uns die Natur im Moment mit den schönsten Blumen, Blüten und den herrlichsten Düften, die sie verströmen. So, als würde sie uns für alle Entbehrungen, die wir gerade erleben, entschädigen wollen. Darum genießen Sie, wo immer möglich, die Osterfeiertage – daheim oder in Park, Wald und Feld und bleiben Sie gesund!

Herzlichst  
Ihre Dana Fürnberg und das Team der Weimarer Mal- und Zeichenschule 

3. Donnerstagsmail

Lilli Lambrecht Klassische Techniken und Experimente bei Frank Steenbeck

Wir leben in surrealen Zeiten! Das Verhältnis von Nähe und Distanz, von Einsam- und Gemeinsamkeit ist ins Schwimmen geraten. Wir verbinden uns mit Menschen im virtuellen Raum, während wir von unseren Verwandten, Nachbarn und Freunden Abstand halten müssen – oft mit schmerzhaften Folgen wie Einsamkeit oder Verlustängsten.

Zugleich fühlen wir uns einer großen Schicksalsgemeinschaft zugehörig, die die gleichen Erfahrungen teilt und sich gegenseitig mit kleinen und großen Zeichen der Zugewandtheit und der Solidarität stärkt. Die Einschränkung des persönlichen Radius auf ein Minimum erleben viele von uns als belastend, vor allem dann, wenn wir die eigenen vier Wände nicht mehr oder kaum noch verlassen dürfen. Nutzen wir die Zeit der Entschleunigung zur Besinnung auf uns selbst und auf das, was im Leben wirklich zählt: auf unsere Lieben nah und fern, auf das Erwachen des Frühlings um uns herum, auf unsere vielfältigen Stärken und das, was uns als Menschen auszeichnet!

Für die vielen, lieben und zugewandten Worte, mit denen Sie die Kolleginnen und mich regelmäßig per E-Mail bedenken, möchte ich mich im Namen aller ganz herzlich bedanken! Vielfach teilen Sie uns mit, wie sehr Ihnen oder ihren Kindern die Mal- und Zeichenschule, der Dialog mit den Dozentinnen und den anderen Teilnehmer*innen fehlt. Es ist schön und wohltuend zu erfahren, welchen hochgeschätzten Stellenwert unser Haus als Ort des Kunstschaffens, der Kommunikation und Begegnung besitzt. Und damit Sie nicht ganz von uns abgeschnitten sind, schicken wir Ihnen auch diese Woche wieder ein farbenfrohes Motiv aus einem der Ateliers. Mit diesem möchten wir die Osterferien, die regulär am Samstag dieser Woche begonnen hätten, einläuten.

Es ist ein bunter, junger Hahn, den Lilli Lambrecht Anfang März getöpfert hat. Sie besucht regelmäßig den Keramikkurs für Erwachsene »Klassische Techniken und Experimente«, der von dem Jenaer Künstler Frank Steenbeck geleitet wird. Für Lilli Lambrecht war es sehr wichtig, das Motiv des Hahnes frei und individuell zu interpretieren. In der farbenfrohen Ostertradition gestaltete sie die Oberfläche des Tons mit kräftigen Blau-, Grün-, Rot- und Orangetönen. Eine besondere Dynamik erfährt die Form des Tieres durch die gekreuzte Stellung der Beine und den nach hinten gewendeten Kopf. Und so aufrecht, kraftvoll und lebensfroh wie dieser stolze Hahn sich der Welt um ihn herum öffnet, so offen wollen wir jede und jeder für sich und alle gemeinsam dem Leben und seinen verborgenen wie offensichtlichen Schönheiten begegnen!

Bleiben Sie gesund und guten Mutes!

Herzlichst
Ihre Dana Fürnberg und das Team der
Weimarer Mal- und Zeichenschule

2. Donnerstagsmail der Malschule

Gottes schöne, bunte Welt_Clara Boroniec_Mal- und Zeichenlabor für Kinder und Jugendliche bei Bahram Nematipour

Das Corona-Virus fegt über Europa hinweg, die Menschen haben sich aus dem öffentlichen Leben weitestgehend zurückgezogen und alle Bildungseinrichtungen bleiben weiterhin geschlossen. In der letzten Woche kündigte ich Ihnen an, dass wir Ihnen, solange dieser unsägliche Zustand anhält, regelmäßig donnerstags ein Bild-Motiv vorstellen möchten, welches in den letzten Wochen in der Weimarer Mal- und Zeichenschule entstanden ist.

Heute präsentieren wir Ihnen das Bild »Gottes schöne, bunte Welt« der 12-jährigen Clara Boroniec. Es ist in dem »Mal- und Zeichenlabor für Kinder und Jugendliche« bei Bahram Nematipour entstanden. Zu sehen ist ein vielfarbiger Landschaftsausschnitt, in dessen Mitte zwei einander zugewandte Schafe dargestellt sind. Eines der beiden Schafe scheint friedlich zu schlafen, das andere zu grasen. Sowohl die Schafe als auch Teile der stark abstrahierten Landschaft werden durch einen schwarzen Strich konturiert. Durch die Kontur sind die Formen aus den Farbfeldern sichtbar herausgearbeitet.

Beim Betrachten des Bildes wird deutlich, dass Clara sich intensiv mit dem Gemälde »Schafe« von Franz Marc, das er im Jahr 1912 im Bayrischen Voralpenland gemalt hat, beschäftigte. Die Auseinandersetzung mit Stilrichtungen und Künstlern, die die Kunstgeschichte maßgeblich prägten, gehört ebenso zum Kunststudium und zum Erwerb von künstlerischen Fertigkeiten wie das freie Assoziieren und Phantasieren.

Franz Marc schuf das Bild »Schafe« in dem Jahr, in dem von ihm und Wassily Kandinsky der »Blaue Reiter« ins Leben gerufen wurde, eine der bedeutendsten, die Kunstbetrachtung revolutionierenden Künstlervereinigungen der Moderne.
Und Clara Boroniec interpretierte das Gemälde heute, 2020, in einem Jahr, dass die Denk- und Handlungsweise der Weltgemeinschaft erstmals nach dem Zweiten Weltkrieg in einer ungeahnten Weise auf den Prüfstand stellt.

Fragen, wie sich unsere Gesellschaft durch die Corona-Krise verändert oder welche Auswirkungen diese auf das Miteinander der Menschen haben wird, werden aktuell viel diskutiert. Es ist wichtig, dass wir Menschen trotz Isolation, Rückzug und Quarantänemaßnahmen miteinander im Gespräch bleiben!
In diesem Sinne freuen wir uns wieder auf Ihre Reaktionen, die uns schon in der letzten Woche zahlreich erreichten und uns liebevoll durch unseren Alltag in der stillen Mal- und Zeichenschule getragen haben.

Herzlichst
Ihre Dana Fürnberg und das Team der
Weimarer Mal- und Zeichenschule

1. Donnerstagsmail der Malschule

Weimarer Land im Frühling von Monika Schäfer, Atelier am Mittwochmorgen bei Peter Vent

Liebe Freundinnen und Freunde der Weimarer Mal- und Zeichenschule,

seit Montag ist unser Haus geschlossen. Wenn man während der Woche durch die leeren Ateliers geht, die sonst mit buntem Leben, Stimmengewirr und farbenfrohen Bildern gefüllt sind, wird es einem ganz traurig ums Herz.

Die Welt ist aus den Fugen! Viele Menschen leben in Sorge und Angst, Familien müssen unter großem Druck ihr Leben neu organisieren, Kinder sollen nicht miteinander spielen, alte Menschen fühlen sich mitunter allein gelassen. Und plötzlich sehnen wir uns nach dem zurück, was uns sonst im Alltag selbstverständlich und manchmal auch lästig erscheint.
Darum hoffen wir auf eine rasche Rückkehr zur »Normalität«. Wir wünschen uns sehr, dass Sie und Ihre Kinder gemeinsam mit den Künstlern der Mal- und Zeichenschule bald wieder in einen kreativen Austausch treten können!
Um Ihnen in den nächsten Wochen ein wenig Farbe und Abwechslung in Ihren Alltag bringen zu können, möchten wir Sie, solange unsere Pforten geschlossen bleiben müssen, immer donnerstags mit einem schönen Motiv erfreuen, das in einem der aktuellen Kurse des Sommersemesters entstanden ist.
Heute stellen wir Ihnen das Bild »Weimarer Land im Frühling« von Monika Schäfer vor. Es zeigt einen unverstellten Blick auf die Natur, die sich gerade in ihrem schönsten Gewand mit frischem Grün und dem zarten Weiß der jungen Blüten präsentiert. Das Bild ist im Kurs »Atelier am Mittwochmorgen« bei Peter Vent entstanden.
Wir wünschen Ihnen in diesen aufwühlenden Zeiten, dass Sie in der Natur Kraft, Energie und Ruhe tanken können!

Ihre Dana Fürnberg und das Team der
Weimarer Mal- und Zeichenschule

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Bei uns gibt es individuell gedruckte Gutscheine für Kurse, Workshops und Ferienangebote, sowie für Übernachtungen in unserem gemütlichen Appartement.

Rufen sie uns an! Wir haben gute Ideen diesbezüglich.

Moritz Osterwold  |  „Pfau“  |  Mischtechnik  |  „Bilder bilden“ – Kurs bei Manon Grashorn